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Philippinen-Urlaub-Geheimtipps-2018

Philippinen Urlaub – 10 Geheimtipps 2018

Philippinen Urlaub – die 10 heissesten Geheimtipps 2018 

Boracay und El Nido… What’s Next?  Hier kommen die neuen Strand und Natur Urlaub Paradiese der Philippinen 2018

So schön, dass man seinen Augen kaum traut

Die Philippinen bestehen aus über 7000 Inseln im pazifischen Ozean – gut die Hälfte davon haben noch nicht mal einen Namen.

Sie sind geprägt von unterschiedlichen Landschaften, Weltklasse Stränden, vielen Natur Highlights und gehören unter Wasser als Teil des Korallendreiecks zu den artenreichsten dieser Erde.

Immer wieder neue Paradiese entdecken? Hier geht das!

Wir reisen stetig durch den Archipel zwischen den Welten und finden die Inseln und Orte die für ihre Schönheit, Strände und glasklares Wasser bald berühmt werden, bevor sie berühmt werden.

Boracay und El Nido waren vor 20 Jahren unbekannte tropische Paradiese, nun sind sie touristisch. Wer sich nach diesen Zeiten zurücksehnt, sollte nun aufpassen und die Gelegenheit nutzen, denn hier sind die Top 10 der neuen Urlaubsziele und Geheimtipps.

 

10. Bantayan Island, Cebu

Zugegeben, Bantayan Island gehört nicht zu den völlig unbekannten Urlaubs Inseln auf den Philippinen. Es gibt hier rund um das Städtchen Santa Fe schon zahlreiche Resorts in allen Preisklassen und auch internationale Urlauber kommen seit mehreren Jahren regelmäßig auf die Insel. Trotzdem gehört das Eiland im Norden von Cebu für uns mit auf die Liste, denn Bantayan Island besitzt trotzdem nicht zu volle weisse Strände und malerische Orte im Norden der Insel wie das Fischerörtchen Madridejos, die komplett untouristisch sind. Wer eine gemäßigte Infrastruktur aus Restaurants, Bars und verschiedenen, auch komfortablen Resorts schätzt und einen relaxten Bade-Urlaub mit Annehmlichkeiten verbringen möchte, der findet auf Bantayan Island was er möchte.

Was man hier tun kann:

Empfehlenswert ist auch sich einen Roller zu mieten und auf der gar nicht so kleinen Insel herumzufahren. Ausserdem kann man Island Hopping Trips zur privaten Insel Virgin Island unternehmen, Strandspaziergänge machen, Märkte durchstöbern, Klippen springen oder als besondere Empfehlung: den versteckt gelegenen Paradise Beach besuchen.

Resort Empfehlung:

Amihan Beach Cabanas Resort, Santa Fe

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9. Sipalay, Negros

Sipalay, ein Ort an der Westküste der Insel Negros wird nun schon exotischer. Dorthin kommt man nur entweder von Dumaguete oder Bacolod auf Negros mit einiger abenteuerlicher Fahrtzeit, oder per Charter Flieger. Sipalay ist bei Tauchern bekannt wegen riesiger, farbenprächtiger Korallengärten, Artenreichtum und auch Schiffswracks – aber auch Nicht- Taucher kommen hier auf ihre Kosten und zwar in erster Linie am wunderschönen, langen Sandstrand Sugar Beach. Ein perfektes Ziel zum erholen und entspannen in paradiesischer Umgebung. Der Vergleich mit Boracay vor vielen Jahren liegt hier nicht fern…

Was man hier tun kann:

Relaxen, schwimmen, tauchen, schnorcheln

Resort Empfehlung:

TakaTuka Beach and Dive Resort

 

8. Anda, Bohol

Das Örtchen Anda an der Ostküste von Bohol ist eine echte Alternative zum berühmten Panglao Island mit dem touristischen Alona Beach im Süden der Insel.

Ca. 2 Std. per Auto von Tagbilaran, Bohol’s Hauptstadt, und 1,5 Std vom Zentrum des Tourismus der Insel entfernt, zeigt sich Bohol von einer seiner schönsten Seiten.
„Mag-Anda“ (maganda = schön in der Landessprache Tagalog) zeichnet sich aus durch feine, weisse Sandstrände, gesäumt durch Kalksteinfelsen, einige Resorts, exzellente Tauchreviere und intakte Korallenriffe, die teils schon nahe der Küste beginnen.

Was man hier tun kann:

Was Anda außerdem attraktiv macht ist, dass man von hier aus ebenfalls die einzigartigen Sehenswürdigkeiten Bohol’s wie die Chocolate Hills oder den grünen Loboc River erkunden und doch auch das authentische, provinzielle Leben genießen kann.

Die Liste der möglichen Aktivitäten ist lang: wandern, schnorcheln, tauchen, baden in einem nahen, natürlichen Höhlenpool, aber auch ein Island Hopping zur Insel der Schamanen, Lamanoc Island, oder Höhlentouren kann man hier unternehmen. Sogar übersetzen zur Vulkaninsel Camiguin ist möglich – oder einfach wunderbar entspannen!

Resort Empfehlung:

Casa Amihan Resort

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7. Antique, Panay

Antique bezeichnet keinen Ort, sondern eine Region an der Westküste der Insel Panay, zu der das Städtchen Culasi und das Dorf Tibiao zählen. Antique gilt schon länger als ein Geheimtipp unter Reisezielen, in erster Linie aber unter einheimischen Reisenden. Die Gegend ist ideal für Abenteurer und Urlauber die Abwechslung suchen und der Entspannung am Strand vorziehen. Einen schönen Strand mit komfortablen Resorts direkt gibt es nicht, dafür aber jede Menge Ausflugsziele.

Was man hier tun kann:

Man kann sich seinen Aufenthalt hier sehr vielfältig gestalten einmal mit Inselhüpfen Touren zu den traumhaften Sandbänken von Seco Island oder Mararison Island, wo man auch wunderbar eine Wander Tour durch die gelben Hügel machen kann, oder mit Abenteuer Trips ins Inselinnere. Dort kann man die majestätischen Reisterrassen von Antique bestaunen, geführte Trekking Touren durch Jungle und Berge, zu Flüssen und Wasserfällen unternehmen, und „water – tubing“, Wildwasser Rafting in einem Reifen ausprobieren. Berühmt ist die Region für sein entspannendes Hot Kawa Bath, ein aromatisiertes Bad in einem beheizten Kessel.

Resort Empfehlung:

Kawa Inn, Tibiao

Malalison island Antique Hot Kawa Bath Antique Mararison Island Antique Philippinen Inselhüpfen Antique PhilippinenAntique Tibiao Philippinen

6. Sicogon Island, Panay

Nun kommen wir zu einer ganz speziellen kleinen Insel mit einer interessanten Geschichte.

Sicogon Island, ein vergessenes Eiland im Osten von Panay war zu seinen Glanzzeiten DAS Urlaubsziel auf den Philippinen – meist für wohlhabende Filipinos – während des Marcos Regimes bis in die 70er Jahre.

Ein langer und breiter Strand erstreckt sich dort vor dicht bewachsenen, grünen Bergen. Es sieht aus wie der Inbegriff vom Paradies wie man es sich vorstellt.

Einst stand hier ein Luxus Resort sogar mit kleiner Flug Landebahn und Kreuzfahrtschiffe fuhren Sicogon an. Mit dem Ende der Marcos Diktatur kam auch das Ende für Sicogon Island. Die Insel wurde quasi verlassen und vergessen.

Nun fängt man seit 1 Jahr wieder an die Insel als Reiseziel ins Auge zu fassen. Noch gibt es erst ein einziges, aber schönes, Resort auf der Insel. Eine neue Luxus Anlage ist geplant. Ganz im Sinne der alten Zeiten, deren Ruinen noch stehen.

Wir empfehlen die Insel jetzt zu besuchen, bevor der Tourismus sie wieder eingeholt hat.

Was man hier tun kann:

Relaxen, wandern, schnorcheln und vor allem: Insel hüpfen! Die Gigantes Islands befinden sich nur ca. 1 Std entfernt und es gibt weitere tropische Kleinode ganz in nächster Nähe.

Resort Empfehlung:

Balay Kogon Resort

Sicogon Island Panay Balay Kogon Resort Sicogon Island Sicogon Island Philippinen

5. Pacifico, Siargao

Siargao bezeichnen wir ja schon länger als Geheimtipp und wie das meist so ist hat sich dieser nun schon zu einer Top Destination 2018 entwickelt. Letzte Ostern war auf der ganzen Insel kein freies Zimmer zu finden und Travel Blogger haben ein neues Lieblingsziel gefunden – General Luna – der Ort der einst nur Surfern geläufig war.

Abseits von General Luna jedoch versteckt sich noch in unseren Augen das wahre Juwel der Insel – Pacifico. Der Name steht für einen kleinen Ort und dessen umliegende Strände, die wesentlich schöner sind und auch besser zum schwimmen geeignet als die in General Luna. Denn was den Ruf Siargao’s in erster Linie ausmacht, sind nicht direkt die Strände sondern die Ausflugsmöglichkeiten, Aktivitäten und der Flair. Wer aber nach einer wunderschönen Oase abseits vom Trubel sucht, auf der Insel auf der die Uhren anders ticken, der ist richtig in Pacifico ca. 1,5 Std nördlich von GL. Übrigens auch die Pro Surfer.

Was man hier tun kann:

relaxen, surfen, sich ein motorbike ausleihen (unbedingt!), Touren zu den nahen Magpupunko Pools und der Sugba Blue Lagoon, Insel hüpfen (wenn auch weiter zu den gängigen Zielen als von General Luna aus), die Zeit vergessen.

Resort Empfehlung: 

Pacifico Beach Resort

Siargao Pacifico Pacifico Siargao Philippinen Pacifico Surfen Siargao Siargao PhilippinenSugba Lagoon Siargao Philippinen

Foto Credits Pacifico Beach Resort

4. San Vincente, Palawan

San Vincente im Nord-Westen von Palawan hat eine Besonderheit: den längsten weissen Strand der Philippinen, passend benannt „Long Beach“. Dieser Strand wird heute als der Nachfolger des berühmten White Beach auf Boracay gehandelt, hoffentlich ereilt ihn nicht ein ähnliches Schicksal! Schon genug ist er, 14 km schmiegt er sich in einer leichten Kurve ans bewaldete und ursprüngliche Hinterland mit seinen Dörfchen und eigenem Charme.

Eine Handvoll Resorts gibt es, aber oft kilometerweit voneinander entfernt, einige neue sind aber schon eifrig in Planung denn das Potential ist erkannt. Warum es bis jetzt so wenige Besucher hierher geschafft haben liegt wohl an der nicht so einfachen Anreise, mühsam ca. 1,5 Std nördlich vom schon abgelegenen Port Barton.

Ende letzten Jahres wurde allerdings ein kleiner Flughafen in San Vincente eröffnet. Bis jetzt steuert ihn nur eine kleine Boutique Airline an, aber wer weiß wie lange noch.

Was man hier tun kann:

14 km Traumstrand genießen

Resort Empfehlung:

Victoria Beach Resort

Long Beach Palawan San Vincente Strand Palawan San Vincente Victoria Beach House San Vincente Palawan

3. Batanes, Luzon

Batanes Islands, eine Inselgruppe aus 10 kleinen Inseln im äußersten Norden von Luzon stellt einen krassen Gegensatz zur sonstigen Inselidylle auf den Philippinen dar. Seichte Buchten und Palmen gesäumte Strände findet man hier weniger – dafür aber eine saftig grüne Natur soweit das Auge blicken kann. Berge und raue Klippen mit Leuchttürmen an denen die Wellen brechen, Steinhäuser, alte Kirchen und rollende Hügel bestimmen das Bild von Batanes.

Die Inseln waren lange relativ isoliert, weshalb sich die wenigen Bewohner eine ganz eigene Lebensart geschaffen haben, die sich auch in ihrem Kleidungstil und Essen widerspiegelt. Gerade vom 2. Weltkrieg allerdings ist Batanes nicht verschont geblieben – Japaner und Amerikaner hinterließen hier ihre Spuren.

Was man hier tun kann:

Wandern, historische Monumente besichtigen und in der einzigartigen, beruhigenden Schönheit der Inseln sich mal ganz frei fühlen.

Resort Empfehlung:

Casa Feliciano durch unseren lokalen Partner Wakay Tours

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Foto Credits Wakay Tours

 

2. Culion und Linapacan Islands, Palawan

Diese beiden Inseln sind Teil der Inselgruppe der Calamian Islands, die wir schon mal als die schönsten Inseln der Philippinen betitelt haben und sich lediglich wegen der erschwerten Anreise nun auf Platz 2 befinden. Sie liegen genau zwischen El Nido und Coron und trotzdem braucht man hier ein privat gemietetes Boot um sich diese Insel – Träume genauer anzusehen. Sie sind es wert!

Culion Island blickt auf eine verstörende Geschichte zurück, sogar gar nicht so weit zurück, denn vor 2006 galt Culion als „the island of no return“, die Insel, von der man nicht zurückkehrt.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann man Lepra Patienten auf der Insel einzuschiffen, sie sollten den Ort, der zur größten Lepra Kolonie der Welt wurde, nie wieder verlassen. In den 80 er Jahren wurde die Krankheit Lepra zwar ausgerottet, aber erst in diesem Jahrtausend wurde die Insel offiziell als Lepra frei erklärt.

Die Schatten der Vergangenheit liegen noch heute auf Culion, die alten Gebäude wie das Krankenhaus, das nun ein Museum ist, auf dem Hügel über der Bucht und die Zonen in denen sich die Gesunden abschotteten, stehen noch.

Culion Island steht auf der Liste für die neuen UNESCO Weltkulturerbestätten.

Linapacan Islands dagegen, obwohl ein Nachbar, ist ein echtes Robinson Crusoe Abenteuer Träumchen. Das blaueste Wasser, die weissesten Strände, die grünsten Palmen, bei dem Anblick kann man nicht anders als in Superlativen denken. Tom Hanks mit seinem Wilson könnte gleich am nächsten Strand sitzen oder Käptn Long John Silver dort seinen Schatz versteckt haben, so könnte man meinen. Fährt man per Banka um Linapacan Island herum, stößt man auf Inseln Eine schöner als die Andere, viele haben nicht einmal einen Namen und sind unbewohnt. Falls jemand schon mal nackt  einen Strand entlang rennen wollte, gar kein Problem hier!

Was man hier tun kann: 

Inselhüpfen

Resort Empfehlung: 

Camping am Strand

1. Romblon Islands 

Mit den Romblon Islands bezeichnet man 3 Hauptinseln, Tablas, Romblon und Sibuyan, im sogenannten Romblon Dreieck und mehrere umliegende kleine Inseln. Geografisch gehören sie zu MIMAROPA (Mindoro, Marinduque, Romblon, Palawan) und liegen nur gut 1 Std. per Boot von Boracay Island, der touristischsten Insel der Philippinen, entfernt, trotzdem sind sie bisher weitestgehend vom Tourismus unentdeckt geblieben aber stehen Boracay in Schönheit nichts nach. Sie sind deswegen und aufgrund ihrer Vielfältigkeit und Authentizität unsere Nummer 1 der Geheimtipps der Philippinen 2018.

Während Tablas Island durch eher goldene Strände, Wanderwege, grandiose Sonnenuntergänge und das Fish Sanctuary in Looc besticht, wo man mit unzähligen bunten Fischen schwimmen kann, ist Romblon Island ein Paradies für Taucher und Strandliebhaber mit seinen weissen Sandbänken und Inselchen. Sibuyan Island, auch genannt „Galapagos Asiens“ ist eine bergige, komplett mit Urwald bewachsene Insel auf der es nur 3 kleine Resorts gibt. Die Trekking Touren durch das Naturschutzgebiet mit seiner teils endemischen Flora und Fauna sind zwar anstrengend, aber atemberaubend und etwas für echte Abenteurer.

Romblon Island ist ausserdem die Stadt des Marmors und besitzt ein altes Fort und mehrere historische Bauten die es lohnt anzusehen.

Die Inseln sind am einfachsten über den Flughafen auf Tablas Island zu erreichen.

Was man hier tun kann:

Inselhüpfen, Motorbike ausleihen und durch Berge, Dörfer und an Küstenlinien entlang fahren, Tauchen, Schnorcheln, wunderschöne Strände genießen, wandern, Sightseeing, die Seele baumeln lassen

Resort Empfehlung:

Tablas Point Resort

The Three P Resort 

Romblon Philippinen Inselhüpfen Romblon Philippinen Strand Romblon Sonnenuntergang  Romblon Philippinen Bonbon Beach Romblon Romblon Island Philippinen Sibuyan Island Romblon Romblon Island Hopping The Three P Resort Romblon

Foto Credits The Three P Resort

 

Hier ist unser Video zu den Inseln Panay, Sicogon, Gigantes und Romblon:

Reisen zu den Geheimtipps der Philippinen für einen unvergesslichen Urlaub finden Sie hier: 

 

Panay & Romblon Rundreise 2 oder 3 Wochen

Cebu Siquijor Bohol Rundreise 2 Wochen inkl. Anda

Camiguin & Siargao Rundreise 2 Wochen

 

Reisen zu weiteren Geheimtipps sind in Bearbeitung und erscheinen in Kürze hier:

Unsere Touren

 

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Kinder im Kinderdorf

Besuch in einem Kinderdorf in Cebu

Ein Besuch im Kinderdorf „Children’s Haven“ auf Mactan, Cebu

ein Projekt des Bundesverband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke

Auf der Durchreise nach Bantayan Island, Cebu, im Januar 2018 legten wir auf Mactan Island, Cebu, einen etwas ungewöhnlicheren, aber mehr als eindrucksvollen Zwischenstopp ein.

Die Insel Mactan, die zu Cebu City gehört, ist eine von einem Großstadtbild geprägte Insel mit vielen High End Resorts am „Stadt – Strand“. Der Süden der kleinen Insel aber, wo sich das Children’s Haven Kinderdorf befindet,  liegt fernab von den Touristen Massen und in den Bezirk Cordova verirren sich nur selten Urlauber.

Children's Haven Orphanage Albert Schweitzer Verband

Ein ungewöhnlicher Zwischenstopp

Auf unserer Fahrt dorthin vom Flughafen Cebu-Mactan aus fuhren wir ca. 45 min durch die Stadt, die Häuser wurden immer kleiner und die Straßen immer enger. Das Viertel um das Kinderdorf, dessen eine Seite von einem Fluss begrenzt wird, ist aber durchaus kein schlechtes, sondern ein ganz normaler philippinischer Wohnbezirk.

Schließlich erspähten wir das Eingangstor der „Children’s Haven Orphanage“, einem Projekt des Bundesverbands der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke und lokalen Initiatoren, die es sich seit 1994 zum Ziel gesetzt haben Waisen, verlassenen und emotional und körperlich missbrauchten Kindern einen „sicheren Hafen“ zu bieten.

Cebu Kinderdorf Gebäude

Die Zusammenarbeit kam zustande Mitte der 90er Jahre, nach einem aufeinander Treffen eines ehemaligen Vorstandes des deutschen Verbandes und Mrs. Martiniana D. Mercado, bis heute die gute Seele des Hauses vor Ort, in Cebu. Mrs. Mercado flog daraufhin nach Deutschland um sich ähnliche Einrichtungen wie die, die sie nun zusammen mit der Albert- Schweitzer Philippines Foundation Inc. plante, anzusehen.

Nach einem ersten Aufbau eines Kinderdorfes in Liloan, Cebu, zog die stetig wachsende Gemeinschaft schließlich um nach Cordova, Mactan, wo sie 12000 Hektar für die Errichtung neuer Gebäude von der örtlichen Regierung bekam.

Kinder Gemeinschaft

Ein friedliches und familiäres Umfeld 

Genau hier standen wir nun. Nach einer Begrüßung und dem Vortragen unseres Anliegens uns umsehen zu dürfen und mit der Leitung aus Interesse an den Hintergründen eines solch bewundernswerten Projektes zu sprechen, erfuhren wir, dass Mrs. Mercado leider ausgerechnet an diesem Tag frei hatte, wurden aber sogleich ins Büro zu ihrer Stellvertreterin geführt.

Wie vermutlich viele andere Menschen fragten wir uns, wie so ein Kinderdorf tatsächlich aussieht, wie die Kinder dort leben und ihr Alltag gestaltet ist. Was ihre Perspektiven sind.

Frohe Weihnachten

82 Kinder leben derzeit in der „Children’s Haven Orphange“, nicht nur Waisen, sondern auch Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen, teilweise mit tragischen Vergangenheiten. Die jüngste Bewohnerin stand kurz vor dem 3. Geburtstag, der Älteste, der in der Einrichtung aufgewachsen war, beendete mit 21 gerade das College.

Kinder spielen Ball

Die 6 zu einem Großteil ehrenamtlichen Mitarbeiter geben ihr Bestes den Kindern ein familiäres, stabiles Umfeld mit täglichen Aktivitäten und individueller Interessen Förderung zu ermöglichen. Ein Hauptziel ist vor allem auch eine gute schulische Ausbildung, was auf den Philippinen keine Selbstverständlichkeit ist, um für eine Zukunft nach dem Leben im Kinderdorf zu sorgen. Die Adoptionsrate ist mit ca. 10% relativ gering, aber nachvollziehbar in einem Land in dem die Armuts- und Geburtenzahlen gleichermaßen hoch sind.

Umso wichtiger ist es, sich gerade dort der benachteiligten und verlassenen Kinder anzunehmen, die ansonsten keinerlei Chancen auf ein menschenwürdiges Leben hätten.

School Service Tricycle

Warst du schon mal in Paris?

Viele der ehemaligen Bewohner durchlaufen auch tatsächlich eine erfolgreiche Schullaufbahn, oder werden später in einen soliden Beruf vermittelt.

Nach unserer freundlichen und informativen Unterhaltung mit der stellvertretenden Leiterin, bekamen wir eine exklusive Führung durch das Areal.

spielende Kinder

Dabei konnte man ganz klar erkennen dass auch besonders viel Wert auf die Gemeinschaft gelegt wird, es gibt Bezugspersonen und Freundschaften unter den Kindern werden gefördert. Die Atmosphäre ist locker und frei, es wird Basketball gespielt und aus der dem Gemeinschaftsraum angrenzenden Küche riecht es nach Essen. Einige Kinder kommen neugierig angelaufen, ein ca. 8 jähriges Mädchen fragt mich auf englisch: „Woher kommst du?“ Auf meine Antwort „ich komme aus Deutschland“ nickt sie und sagt ja, das kennt sie. Ob ich auch schon einmal in Paris war, fragt sie mich.

Mädchen auf Rutsche

Unser 3 jähriger Sohn, der auch mit dabei war, fühlte sich sofort wohl und wurde von den Kindern gleich in ein Spiel integriert.

Vor dem Hauptgebäude, in dem sich Büro, Gemeinschaftsraum und Küche befinden, gibt es einen Art zum Teil begrünten Innenhof der auch zum Fahrrad fahren und Ball spielen genutzt wird und eine Ecke mit einem kleinen Spielplatz.

Uns wurde auch berichtet, dass eine Aufstockung des Hauptgebäudes bereits angefangen worden sei, um noch mehr Platz zu schaffen. Unglücklicherweise ist nicht klar im Moment ob das Kinderdorf an Ort und Stelle bleiben kann, da die Regierung genau da wo die Einrichtung steht, eine neue Brücke über den Fluss plant und deshalb die Kinder eventuell umziehen müssen. Deshalb wurde der Bau einer Erweiterung erstmal pausiert. Eine Petition dagegen sei eingereicht.

Ausserdem gibt natürlich die Gebäude in denen die Kinder wohnen und schlafen, im Bungalow Stil gebaut, mit mehreren Zimmern, ein Gebäude für die Jungs und eins für die Mädchen.

Mittagsschlaf

Die Wohnräume sind einfach und sauber, liebevoll mit dem Nötigsten ausgestattet. Ein Zimmer wird immer von mehreren Kindern geteilt. Auch einen kleinen Christbaum gab es.

Da wir am frühen Nachmittag angekommen waren, saßen einige Kids in Gruppen zusammen, andere, vor allem die Kleinen, machten gerade Mittagsschlaf. Manche beäugten uns ein bisschen schüchtern, andere lächelten.

Ich fühlte mich nicht wie ein Eindringling, sondern willkommen.

Zimmer der Mädchen

Ein bleibender Eindruck

Nach ca. 2 Std, die in Gesprächen mit den Mitarbeitern wie im Fluge vergingen, bedankten und verabschiedeten wir uns und verließen das Kinderdorf mit ganz besonderen Eindrücken von der tollen Arbeit der Verantwortlichen vor Ort. Es sollte mehr Plätze wie diese auf der Welt geben denn Kinder suchen sich nicht aus in welchen Umständen sie geboren werden und brauchen unseren besonderen Schutz.

Kinderdorf Cebu

Das „Children’s Haven“ Kinderdorf in Cebu initiiert vom Bundesverband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke ist auf finanzielle Unterstützung durch Spenden und Patenschaften angewiesen.

Es besteht auch die Möglichkeit von einmaligen Spenden, Unterstützung einzelner Kinder für die Kosten einer schulischen Ausbildung und natürlich Adoptionen.

Kinder im Kinderdorf

Alles kommt zu 100 Prozent dort an, wo es ankommen soll, und wenn Sie Interesse haben sich direkt in Cebu persönlich davon zu überzeugen und das Kinderdorf zu besuchen wie wir es getan haben, kann auch dies mit Anmeldung arrangiert werden.

Ausserdem werden auch helfende Hände in Form von freiwilligen Volontären gesucht.

 

Gerne können wir Ihnen hierzu einen Kontakt weiterleiten, oder wenden Sie sich direkt an die Verwaltung vor Ort oder den Bundesverband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke in Deutschland.

Hier gehts zur offiziellen Webseite des Kinderdorfes

Hier gehts zum Bundesverband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke e.V.

 

Wer wir sind: 

Wir sind, Elisa, David, Kenny und Billy, ein Teil von 7107 Islands – Entdecke die Philippinen, ein 4 köpfiges deutsch-filipino Team, und immer auf der Suche nach den besten und schönsten Reiserouten durch das Land der über 7000 Inseln.

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Boracay Schließung

Boracay geschlossen für 6 Monate

Boracay Schließung für die Öffentlichkeit

Ab dem 26. April wird die philippinische Urlaubsinsel mind. 6 Monate für Besucher gesperrt

Die philippinische Regierung hat kurzfristig beschlossen die etablierte Urlaubsinsel Boracay für vorerst 6 Monate ab dem 26. April für Touristen zu schließen.

Grund ist laut Aussage der offiziellen Sprecher des Präsidenten eine Sanierung der Insel, Überprüfung von Baugenehmigungen und Überarbeitung der Infrastruktur und Kanalisation.

Boracay war in den letzten Jahren einem stetig wachsenden Besucherstrom ausgesetzt, da der White Beach als einer der schönsten Strände der Welt gilt und die Insel nah und fern immer mehr an Berühmtheit gewann.

Wir waren im Januar persönlich vor Ort, es war zwar alles wie gewohnt, aber der White Beach schien von Jahr zu Jahr voller zu werden und auf der einzigen Straße der Insel herrschte pausenlos Stau.

Boracay 9. Jan 2018

Zahlreiche neue Luxus Resorts schossen aus dem Boden.

Was wir auch als negative Entwicklung gewertet haben, war dass am Puka Beach, der früher ein fast unberührter Traumstrand mit einer Handvoll Menschen war, ebenfalls begonnen wurde zu bauen. Das gleiche Bild am Ende von Station 3, der ruhigen Oase des White Beach, wo Reklame für Astorias neue Luxus Villen die hier entstehen sollten, stand.

In den letzten zwei Jahren wurde ausserdem Boracay Newcoast Resort aus dem Boden gestampft, mit 6 kleinen privaten Strandbuchten, gebaut auf geschütztem Waldgebiet. Zudem eine City Mall mit Coffee Shops, Kino und allem was dazu gehört und 2 Mc Donalds und ein Jollibee ergänzen nun das Bild der Insel.

Ca. die Hälfte aller Establishments verstößt gegen Regeln zum Umweltschutz der Insel. Die Schuld ist denen zuzuschreiben, die mutwillig und wohl aus finanziellen Motiven Baugenehmigungen erteilt haben.

Um Boracay vor einem Kollaps zu schützen wurde die Insel nun 6 Monate komplett für Touristen zur Regeneration gesperrt.

Jeder der nicht über einen Anwohner Ausweis verfügt wird am Jetty Port von Caticlan physisch daran gehindert de Insel zu betreten. 

Alle Buchungen nach dem 26. April müssen storniert werden, die Resorts zahlen natürlich den vollen Betrag zurück. Vor allem für die kleinen Resorts und die ca. 36.000 auf den Tourismus angewiesenen Arbeiter auf der kleinen Insel ist dies eine Katastrophe.

Präsident Duterte verkündete, er wolle nach der Wiedereröffnung Land auf Boracay den Farmern geben. Fragt sich nur welchen, denn auf Boracay gibt es keine Farms.

Insgesamt bleibt die Entwicklung der nur 12 km langen und 3 km breiten Paradies Insel und der Vorzeige Destination der Philippinen spannend, denn es ist auch die Rede vom Bau eines chinesischen Casinos auf der Insel, das nicht so recht mit dem Umweltschutz und der Minimierung der Besucher Zahlen zusammen passt. Kürzlich hat der Präsident dies wieder verneint, jedoch sind seine Aktionen nicht immer durchsichtig.

Wir stehen dem Ziel der Erhaltung der weltweit einzigartigen Paradiese auf den Philippinen positiv gegenüber, den Rest wird die Zeit zeigen.

Gerade ist es ruhig am White Beach, ab 26. April wird es noch ruhiger.

Boracay White Beach 11. April 2018
Boracay White Beach 11. April 2018 Photo Credits: Best of Boracay/ Kate Hammaren

Momentan nehmen wir keine Buchungen für Boracay, oder Rundreisen die Boracay enthalten an.

Alternativen gibt es genügend, Bohol, Palawan, Siquijor, Siargao, Cebu um nur ein paar zu nennen.

Unsere Touren

Wenn Sie auf Boracay gebucht haben und nun umbuchen müssen wenden Sie sich gerne an uns, wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich!

Zum nachlesen:

Wie beschlossen wurde Boracay zu schließen (englisch)

Regeln auf Boracay während der Schließung (englisch)

Boracay Fans bleiben hier auf dem Laufenden:

Best of Boracay

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Secret Lagoon palawan Philippinen

Warum Sie unbedingt auf die Philippinen reisen sollten

Warum Sie unbedingt auf die Philippinen reisen sollten

Sie sind auf der Suche nach einem Ziel für den nächsten Urlaub und sind auf die Philippinen gestoßen, jedoch haben Sie die Qual der Wahl.

Wir räumen auf mit Klischees, beantworten hier die meist gestellten Fragen rund um das Land als Reiseziel und stellen Ihnen vor, was Sie auf einem Philippinen Urlaub erwartet.

Übersicht:

  • It’s more fun in the Philippines – wirklich?
  • Philippinen Reisen Kosten 
  • Inselhüpfen statt Pauschalreise – die etwas andere Art zu reisen
  • Südostasien im Vergleich: Philippinen vs. Thailand, Vietnam & Co
  • Das erwartet Sie bei einem Philippinen Urlaub

 

It’s more fun in the Philippines – wirklich?

Mehr Spaß auf den Philippinen – das verspricht der Werbespruch der Tourismusbehörde auf den Philippinen und bezieht sich damit auf die Vielfältigkeit der über 7000 Inseln.

http://www.morefunphilippines.de

Von absoluten Weltklasse Stränden und traumhaften Robinson Crusoe Inseln, einzigartigen Natur Schauspielen, einer Unterwasserwelt, die seinesgleichen sucht, 2000 Jahre alten Reisterrassen bis hin zu einer facettenreichen Kultur und deren Zeugnisse reicht das Portfolio des Inselstaates. Die Geschichte der Nation ist so abweichend von allen anderen Ländern Asiens, so dass sich die Philippinen zu einem kunterbunten Schmelztiegel der Kulturen entwickelt haben. Langweilig wird es hier nie, es gibt so viel zu sehen – was die Philippinen zu einem ganz besonderen Erlebnis – Urlaubsziel macht.

Vor allem der Inbegriff von paradiesischer Natur begeistert Millionen internationale Besucher jährlich, das Gefühl sich in einem Südsee Bilderbuch Poster zu befinden, ganz ohne Photoshop. Nicht umsonst können die Philippinen die 3 offiziell schönsten Inseln der Welt ihr Eigen nennen – Palawan, Boracay und Cebu. Auch eines der neuen 7 Weltwunder der Natur befindet sich hier, der längste unterirdische befahrbare Fluss der Welt nahe Puerto Princesa auf Palawan, und mehrere UNESCO Welterbe Stätten.

Einsame Traumstrände oder gut ausgebaute Urlaubsinseln

Der Besucher hat die Wahl zwischen international berühmten Touristen Spots wie Boracay, El Nido oder Bohol, wo er eine gut ausgebaute Vielzahl von Restaurants, Bars und Unterhaltungsmöglichkeiten vorfindet, oder abseits von ausgetretenen Pfaden genauso schöne, nur weniger touristische Inseln und Orte entdecken möchte. Die Auswahl ist riesig, was man vorzieht hängt allein von persönlichen Präferenzen ab. Um alle interessanten Orte und Highlights des Landes gesehen zu haben, reichen noch nicht mal 3 Monate aus.

Die Philippinen haben auch eine hohe Rate an wiederkehrenden Besuchern – was ebenfalls für die Vielfalt und Einzigartigkeit des Inselstaates spricht – und nicht zuletzt an den Menschen liegt, die dort leben. Filipinos sind im Allgemeinen unglaublich freundliche, offene und hilfsbereite Gastgeber.

Philippinen Reisen Kosten

Natürlich hängen die Kosten einer Reise immer von den persönlichen Ansprüchen ab. Generell kann man aber sagen, dass die Philippinen kein billig Urlaubsland sind.

Verpflegung und viele Dienstleistungen sind im Vergleich sehr günstig, die Preise für Hotels und Fortbewegung können aber stark variieren. Bei guten Mittelklasse Resorts mit gewissen Standards sollte man schon ab ca. 50 Euro pro Nacht rechnen. Dazu kommt natürlich der nicht ganz günstige internationale Flug zwischen 500 – 1000 Euro pro Person je nach Airline und Flugzeiten.

Was die meisten Kosten verursacht ist aber das Reisen im Land, denn wer etwas sehen möchte sollte nicht 2 Wochen im selben Resort am selben Fleck sitzen. Deshalb sind auch all inclusive Urlaube auf den Philippinen unüblich, für einen reinen Resort Urlaub ist das Land einfach zu schade und nicht gemacht. Unverzichtbare Inlandsflüge, Transfers und Fähren addieren sich mit den Kosten für Tagestouren.

Insgesamt sollte man bei einer selbst organisierten Philippinen Reise aus eigenen Erfahrungen mit ca. 2000 Euro mindestens bei 2-3 Wochen pro Person rechnen, wenn man nicht in Backpacker Unterkünften übernachten und sich nicht in überfüllten Jeepneys fortbewegen möchte. Ein Urlaub unter 14 Tagen rentiert sich wegen der langen Flugzeiten fast nicht.

Trauminsel

Inselhüpfen statt Pauschalreise – die etwas andere Art zu reisen

Da die Philippinen nun kein klassisches Pauschalreise Ziel sind, stellt sich die Frage wie man das Land nun am Besten bei einer Rundreise bereist.

Inselhüpfen bietet sich einfach an auf einem Archipel mit mehr als 7000 Inseln, Möglichkeiten von A nach B zu gelangen gibt es einige, obwohl die Infrastruktur an vielen Orten eher schlecht oder vielleicht besser: chaotisch, ist.

Regelmäßige Fähren Fahrpläne gibt es seltener, das Bus System ist unübersichtlich, für Flüge gibt es verschiedene lokale Anbieter die unterschiedliche Routen fliegen, die Strassen sind meist in einem nicht sehr guten Zustand. Recherche Arbeit ist hier gefragt.

Siehe auch: Flughäfen und Fortbewegung

Die Regionen Süd-Palawan und vor allem West-Mindanao sollte man bei seiner Reiseplanung ausschließen, im riesigen Rest des Landes besteht keine Gefährdung der Sicherheit.

Siehe auch: Philippinen Sicherheit

Individuelle Rundreisen

Wir von 7107 Islands – Entdecke die Philippinen vertreten eine Art zu reisen die wir gerne „Backpacking Salon fähig gemacht“ nennen. Denn wer komfortabel bis luxuriös reisen will und trotzdem viel sehen und authentisch erleben will, kann eben auch das auf den Philippinen mit z.B. kleinen Charter Airlines, privat geführten Touren und Transfers in klimatisierten Vans die nicht bis oben vollgestopft sind mit Menschen.

Im Vordergrund bei einer Insel Hopping Reise steht das Erlebnis. Entspannen an tollen Stränden in Kombination mit der Erkundung interessanter und wunderschöner Orte und dabei das Kennenlernen der Kultur und der Kontakt mit den Einheimischen.   

Südostasien im Vergleich: Philippinen vs. Thailand, Vietnam & Co

Oft hören wir Vergleiche der Philippinen mit z.B. Thailand bzw. werden wir diesbezüglich gefragt.

Deshalb hier die größten Unterschiede zu vielen anderen Ländern in Südostasien:

  • die Infrastruktur
  • der Status der Philippinen als 3. Welt Land
  • die Kultur und Mentalität
  • die Philippinen sind ein reiner Inselstaat mit einigen der schönsten Inseln und Stränden der Welt, den ältesten Reisterrassen und vielen Eigenheiten
  • Klima bzw. Regenzeit
  • Essen
  • Kosten für Hotels sind durchschnittlich höher auf den Philippinen

Viele Menschen die durch Südostasien gereist sind, nennen die Philippinen ihren Höhepunkt der Reise.

Boracay Strand

Das erwartet Sie bei einem Philippinen Urlaub

Bei einem Philippinen Urlaub entdecken Sie ein tropisches Paradies, eine andere Welt und eine Natur, die so schön ist dass Sie Ihren Augen kaum trauen.

Sie treffen viele Menschen deren Leben und Kultur ganz anders sind als unsere.

Auch lassen Sie sich manchmal auf kleine Abenteuer Touren und Erlebnisse ein, die man nie wieder vergisst.

Sie lernen ein Land kennen, wie es wirklich ist, und nicht eine für Touristen aufgebaute Fassade zum Vorzeigen innerhalb von Resort Grundstücken oder Urlauber Vierteln.

Jeden Tag probieren Sie ein neues Restaurant oder ein neues Gericht aus, erkunden Orte und Märkte.

Sie hüpfen von Insel zu Insel oder unternehmen Boots Touren. Warum nur an einem Traumstrand entspannen, wo es doch so viele gibt!

Wenn Sie mal genug von schönen Stränden haben gäbe es da noch:

Tauchen, Trekking Touren, Safaris, alte Bauwerke, Wasserfälle, Sonnenuntergänge und und und…

Wenn Sie nun anfangen zu träumen, DANN ist es Zeit unbedingt Ihren nächsten Urlaub auf den Philippinen zu planen!

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Apnoe Tauchen Philippinen

Interview mit einer echten Meerjungfrau und Apnoe Taucherin

Interview mit einer echten Meerjungfrau und Apnoe Taucherin

Ein Leben im Einklang mit dem Ozean

Odessa Bugarin, 28, ist eine philippinische Apnoe Taucherin, Scuba Dive Master, echte Meerjungfrau mit ihrer eigenen Mermaid Swimming Academy und eine passionierte Umweltschützerin.

Ihr Leben ist geprägt von einer tiefen Liebe zum Meer und dessen Bewohnern, deswegen initiiert sie Kampagnen gegen Krokodil Leder Taschen, versucht Menschen aufzuklären über die traurige Wahrheit hinter Ocean Parks und bewirbt vegane Kosmetik für die kein Tier je leiden musste.

Was sie zu einer heute außergewöhnlichen Person macht, ist das wofür sie steht, das Ausleben ihrer Leidenschaft und der Versuch die Welt ein klein wenig besser zu machen.

Tauchen Philippinen, Taucherin mit Krokodil
Odessa mit einem Salzwasser Krokodil

Hier sind unsere Fragen an sie:

Wie hat eigentlich alles begonnen? Dass du eine echte Meerjungfrau wurdest und was bedeutet es für dich anderen Menschen das „Mermaiding“ beizubringen?

Odessa: Ich wurde in Oslob, Cebu, geboren, in einem Haus am Meer. Schon als Kind lernte ich Apnoe Tauchen von meiner Mutter und meinem Bruder, die beide Speer Fischer sind. Damals sagte ich ihnen, während ich mit ihnen tauchte, dass es grausam sei, Tiere zu töten. Ich denke so hat alles begonnen. Wie jedes kleine Mädchen träumte ich davon eine Meerjungfrau zu sein, seit Ariel im Disney Film alle Kinder weltweit bezauberte. Ich tauchte sogar mit meinen Cousinen um die Wette und wir spielten „wer kann die beste Meerjungfrau sein“.

Im echten Leben traf ich 2013 auf Boracay Normeth Preglo und Anamie Saenz. Ich war damals Dive Master und gerade dabei den Scuba Dive Instructor abzuschließen. Die beiden, die quasi den Sport des „Mermaiding“ erfunden haben, wurden meine Mentoren.

Eine Meerjungfrau zu sein zieht auch heute noch vor allem Kinder in den Bann. Ich glaube dass Kinder die zukünftigen Botschafter unseres Planeten sind und deshalb ist es für mich sehr wichtig ihnen die Natur und das Meer nahezubringen. Im Zeitalter der Digitalisierung ist das kein einfaches Unterfangen, aber der Zauber der Meerjungfrauen und die eigene Phantasie sind nach wie vor ein Anreiz, sogar für Erwachsene.

Wenn ich unterrichte, lehre ich nicht nur zu schwimmen wie eine Meerjungfrau, ich versuche durch Spass an der Sache auch Umweltbewusstsein zu vermitteln. Auf diese Weise lernen meine Schüler ohne es überhaupt mitzubekommen, und sie hören auf mich!

Tauchen mit dem Sardinen Schwarm
Odessa im Sardinen Schwarm

Du bist Apnoe Taucherin. Ist das nicht gefährlich?

Odessa: Sowohl Scuba Tauchen als auch Apnoe Tauchen sind relativ sicher, wenn man sich an Regeln hält. Wie beim Tauchen mit Flasche auch, gibt es gewisse Risiken, deswegen ist es sehr wichtig an einem guten Unterricht teilzunehmen und die jeweiligen Zertifikate zu erwerben.

Ich liebe beides! Beim Scuba Diving kann ich länger unter Wasser bleiben und alles genauer betrachten.

Am Apnoe Tauchen liebe ich die Ruhe, die Feierlichkeit eines Prozesses bis zum äußersten zu gehen und eins zu werden mit meiner Umgebung. Ich genieße es einfach nur da zu sitzen und die Fische ein paar Minuten zu beobachten ohne irgendeinen Apparat. Es ist eine komplett andere Welt.

Am Wettbewerbs Apnoe Tauchen nehme ich auch Teil, was aber wiederum ganz anders ist. Hier geht es darum, was man körperlich erreichen kann.

Sehr wichtig ist beim Apnoe Tauchen Adrenalin zu vermeiden. Man sollte so relaxt wie möglich sein, um einen Atemzug länger auszunutzen. Diverse Atem Techniken können dabei helfen.

Ich will immer tiefer hinab auch wenn ich dabei an meine Grenzen gehe. Ich will herausfinden wie weit ich gehen kann und wie lange ich auskomme mit einem einzigen Atemzug, das ist meine Herausforderung.

Apnoe Tauchen Philippinen

 

Hat das etwas mit Talent zu tun, oder kann jeder lernen so zu tauchen wie du?

Odessa: Jeder kann Apnoe Tauchen lernen. Alles hängt ab von Techniken, Übung und der richtigen Vorbereitung.

 

Kannst du uns eines deiner schönsten Unterwasser Erlebnisse erzählen?

Odessa: Jedes Erlebnis das ich unter Wasser mache ist für mich das Schönste. Ich kann da nicht differenzieren. Ausgenommen wenn ich Plastik Flaschen oder -Teile schwimmen sehe und manchmal wenn eine starke Strömung Müll anschwämmt. Wenn ich realisiere wie sehr wir Menschen die Ozeane misshandeln.

Meerjungfrau Odessa
Meerjungfrau Odessa

Kannst du uns die besten Tauchspots der Philippinen empfehlen?

Odessa: Es gibt so viele tolle Tauchspots auf den Philippinen! Und es kommt darauf an ob der Taucher Makros, kleinere Arten oder Großfisch zu sehen bevorzugt… Ich mag alles, deswegen tue ich mich schwer die Frage zu beantworten, aber wenn ich wirklich muss dann: Moalboal, Cebu.

Hier kann man das ganze Jahr über die Sardinenschwärme sehen, die wiederum größere Jäger anziehen. Weil es soviel Seegras in Maolaboal’s Gewässern gibt, können auch Meeresschildkröten täglich beobachtet werden.

Batangas ist berühmt für seine Makros, aber ehrlich, es gibt soviel dort zu sehen! Delphine, Teufelsrochen und viele Arten mehr!

Zum Schiffswreck Tauchen empfehle ich Coron und Subic, wobei Coron eine viel bessere Sicht bietet.

Andere tolle Orte zum Tauchen sind Malapascua, Panglao, Negros und Puerto Galera.

Das Tabbataha Reef ist das National Riff, aber durch die abgelegene Lage recht teuer und nur saisonal.

 

Sind die Philippinen für Anfänger geeignet um Scuba oder Apnoe Tauchen zu lernen?

 

Odessa: Natürlich! Zum Beispiel auf Boracay. Dort gibt es flache Gewässer und die Strömung ist nicht so stark. Aber wir haben auf den ganzen Philippinen gute Tauch Basen und Instructors um Menschen das Tauchen beizubringen.

Philippinen Apnoe Tauchen

 

Wie man auch auf deinen Fotos sehen kann hast du keine Angst vor gefährlichen Tieren wie Haien und Krokodilen… Warum?

Odessa: Ich glaube einfach dass Angst vor diesen Kreaturen der falsche Weg ist. Respekt sollte man haben, nicht Angst. Ganz ehrlich… ich habe mehr Angst vor den Menschen! Tiere ziehen grundsätzlich immer den Kürzeren und seit ich für ihre Rechte kämpfe habe ich jede Angst vor irgendeiner Spezies verloren. Das Schwimmen mit diesem Salzwasser Krokodil war einer der besten Momente meines Lebens. Ich komme mit Krokodilen besser aus mit Menschen und ich glaube du verstehst mich schon, warum…

Frau taucht unter Krokodil

Walhaie sind eine der majestätischsten Lebewesen auf Erden und das Schwimmen mit ihnen ist eine Haupt Attraktion für Touristen auf den Philippinen. Was hältst du davon?

Odessa: Die Walhaie werden in Oslob angefüttert damit eine Sichtung für Touristen garantiert ist. Ich wünschte einerseits das wäre nicht so, denn es ist einfach unnatürlich, auf der anderen Seite muss man auch sehen dass ihr „Nutzen“ für den Tourismus, die Möglichkeit mit ihnen Geld zu verdienen, das einzige ist, was die Fischer davon abhält sie zu töten.

Walhaie waren ein großer Fang und bedeuteten viel Geld für Fischer früher, bis sie nun gelernt haben, dass es auf anderen Wegen besser Geld zu verdienen gibt ohne die Walhaie zu töten und ihr Fleisch z.B. nach China zu verkaufen.

Außerdem sind in den letzten Jahren ein paar neue Regeln bezüglich der Walhaie in Oslob in Kraft gesetzt worden. Freunde von mir sind Meeres Biologen und arbeiten direkt vor Ort.

Vor ein paar Jahren fütterten die Fischersleute die Walhaie den ganzen Tag, um sie in der Nähe zu halten. Jetzt ist die Fütterung nur noch zwischen 7 Uhr und 11 Uhr vormittags erlaubt. Zudem wird auf einer strengere Umsetzung der Regeln wie die Tiere nicht zu berühren, keine Sonnencreme zu tragen oder überhaupt einen gewissen Abstand zu den Fischen zu halten, geachtet.

Meine Freunde versuchen auch mehr Geld von der Regierung für die Walhaie zu bekommen, um sie besser schützen zu können, aber es ist nicht einfach wenn Geld im Spiel ist.

Also, alles in allem, finde ich die Anfütterung und den Walhai Tourismus nicht total Ordnung, aber da das Töten der Tiere dadurch beendet wurde, bin ich damit einverstanden. Ich wünsche mir nur dass es vielleicht irgendwann eine andere Möglichkeit gibt, die Walhaie am Leben zu erhalten, ohne sie an zu füttern und ohne eine Art Zoo aus dem Ort zu machen.

 

Wenn man die treffen möchte um von dir Mermaiding oder Apnoe Tauchen zu lernen, wo kann man dich finden?

Odessa: Odessa’s Mermaid Swimming Academy befindet sich in Moalboal, Cebu. Außerdem kann man mich beim Freediving Planet Moalboal antreffen.

 

Nacht Tauchgang Philippinen

 

Siehe auch:

Tauch Safari Visayas

 

 

 

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Manila Jeepney

Meine allererste Philippinenreise – Zwei ohne Plan in Manila

Meine allererste Philippinenreise – Teil 1

Zwei ohne Plan in Manila – ein Reisebericht

Wie alles begann, das ist immer so eine Frage… Doch diesmal weiss ich es ganz genau.

Ich könnte es auch eine liebenswerte Katastrophe nennen. Heute kann ich über vieles lachen.
Trotzdem, auch wenn ich es zu diesem Zeitpunkt nie geglaubt hätte, sollte diese Reise mein Leben verändern, über 1 Jahr bin ich danach geblieben, und für den Rest meines Lebens werde ich mit den Philippinen verbunden sein. Schon allein durch meinen Mann und Sohn.

Im Oktober 2012 habe ich zufällig ein YouTube Video über El Nido gesehen und beschlossen dass ich unbedingt dorthin möchte. Kurzerhand meine beste Freundin überredet, haben wir einen Flug für April 2013 nach Manila gebucht. Ich war im Jahr zuvor in Thailand im Urlaub gewesen und habe den Fehler gemacht anzunehmen, die Länder seien irgendwie vergleichbar.
Natürlich haben wir uns dann doch während der Reisevorbereitungen über das Land schlau gemacht. (Malariaprophylaxe besorgt und so weiter.)

Manila Jeepney
Fahrt durch Manila

Wir hatten vor eine Nacht in Manila und den 1. Weiterflug nach Puerto Princesa schon vorher zu buchen und den Rest dann spontan vor Ort. Als Reiseziele hatten wir uns El Nido, Bohol und Siquijor in 4 Wochen ausgesucht.

Manila

In Manila angekommen wartete die erste Herausforderung, hinter der Wand aus Hitze und Luftfeuchtigkeit beim verlassen des Flughafens, am Taxistand auf uns. Sofort wurden wir von allen Seiten angequatscht. Wir mussten tatsächlich hilflos ausgesehen haben denn ich könnte schwören die Taxifahrer hatten bei unserem Anblick Dollarzeichen in den Augen.
Wir entschieden uns schnell für einen sehr zahnlückigen älteren Herrn, der noch schneller unsere Koffer in seinem Auto hatte.
Als ich Alfredo, unserem Fahrer die Adresse von meinem gebuchten Hotel nannte zögerte er. „Maybe not so good“ und schlug uns vor dass er uns andere Hotels zeigt. (Mein gebuchtes Hotel war ein Motel, aber die genaue Bedeutung des Wortes wurde uns erst später bewusst.)
Da ich diejenige von uns beiden Münchner Mädels war die überhaupt schon mal in Asien war, ergriff ich die Initiative.
„Nein, dieses Hotel hat gute Bewertungen bei Agoda (die ich nicht gelesen hatte) und es kostet nur 15 Euro die Nacht. Wir reisen nämlich als Backpacker, aber auf Hostels mit Mehrbettzimmer haben wir keine Lust.“ In Thailand findet man auch annehmbare Hotels für 15 Euro die Nacht… :mauer

Gut, wir haben einen Festpreis von 1500 Pesos für die eher kurze Strecke ausgemacht und waren schon mal erleichtert dass Alfredo uns anscheinend weder ausrauben noch umbringen wollte.
Wegen einer Straßensperre machten wir eine kleine Stadtrundfahrt und hielten vorausschauender Weise noch an einem Money Changer wo natürlich Alfredos Freund/Cousin/Neffe/Schwager arbeitete.

Das „Hotel“

Als wir schließlich unser Hotel erreichten konnte ich kein Hotel sehen. „Wo denn?“ fragte ich und Alfredo deutete auf eine Art Parkhaus mit Tiefgarage.

Während wir den Schock verdauten schrieb unser netter Alfredo noch schnell seine Telefonnummer in meinen Reiseführer. (Den ich nicht so gut gelesen hatte, Jens Peters, ist sehr dick) Falls wir Hilfe bräuchten, denn wir erinnern ihn an seine Töchter, sagte er.
Am nächsten Morgen könne er uns wieder zum Flughafen bringen, 1500 Pesos.
Ok, uns war alles recht, jetzt erst mal rein in den Bunker.

Manila Hotel
Zimmer „Mondlandung“

Im Parkhaus befand sich die „Hotel Lobby“. Die zwei Mitarbeiter an der „Rezeption“ trugen Uniformen wie in einem 60er Jahre Kino. Wir wurden zu unserem Zimmer in der Tiefgarage geleitet und mir kam in dem Sinn dass ich mich für diese Unterkunft entschieden hatte wegen der Motto Zimmer die ich cool fand.

Über einer leeren Parkbucht ging es eine steile Beton Treppe nach oben wo sich seitlich eine Tür befand. Unser Zimmer lag lag genau über dem Parkplatz in der Tiefgarage… in der Tiefgarage.
Wir hatten das Zimmer mit dem Motto „Mondlandung“ erwischt, war irgendwie passend. Es gab sogar ein kleines Fenster mit grandiosem Ausblick auf die gegenüberliegenden Parkbuchten.

Manila Hotel Zimmer
Zimmer mit „Ausblick“

Nachdem der „Hotelboy“ verschwunden war wollten wir die Tür absperren, was leider nicht funktionierte. Wir hatten weder Schlüssel noch Karte und wir sahen keine andere Möglichkeit die Tür zu verriegeln. An der Tür hing aber unter dem Spion ein blau-gelbes Schild mit dem freundlichen Hinweis: „For your security, View first before you open the door.“

Während meine Freundin am Rande eines hysterischen Anfalls war, bin ich zurück zur „Lobby“ getigert und habe unser Problem mit dem Schlüssel geschildert. Ich erhielt die Auskunft man könne die Tür leider nur von aussen absperren. Wie praktisch!

Hotel Manila Tür Spion
„View first before you open the door“

Zurück in unserer Mondlandung Raumkapsel haben wir uns erstmal mit einer halben Schachtel Zigaretten eingeräuchert, für die Nerven.
Tatsächlich, oder vielleicht weil wir so müde vom Flug waren, haben wir danach die Nacht noch ruhig und unbehelligt geschlafen.
Pünktlich am nächsten Morgen kam Alfredo vorgefahren um uns zum Flughafen für unseren Flug nach Puerto Princesa zu bringen.

Die erste Nacht im Paradies hatten wir überstanden!

So macht mans besser:

Infos Manila

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Las Cabanas El Nido Sonnenuntergang

Meine allererste Philippinen Reise – Teil 2: Fahrt nach El Nido

Meine allererste Philippinen Reise – Teil 2

Eine Fahrt auf dem Ehrensitz nach El Nido – ein Reisebericht

Vormittags landeten wir am niedlichen Flughafen von Puerto Princesa, Palawan. Meine Freundin beschloss noch ein wenig Geld abzuheben, hatten wir doch gelesen dass es in El Nido keine Möglichkeit mehr gibt an Bares zu kommen.
Praktischerweise befand sich ein ATM gleich am Flughafen. Wir manövrierten uns durch das Menü, aber der Automat spuckte auch nach mehrmaligem Versuchen kein Geld aus, sondern nur einen Beleg.
Ratlos fragten wir den Security Mann mit Waffe, der in der Nähe herumstand, ob er vielleicht wisse warum wir kein Geld abheben können. Der ATM sei wohl leer, meinte er.
Genauso wie die Tatsache dass ein Geldautomat überhaupt bewacht werden muss war uns das Problem dass ein solcher Automat leer sein könnte neu.

Unverrichteter Dinge, mein Geld sollte aber erstmal für uns Beide reichen, machten wir uns auf die Suche nach einer Fahrtgelegenheit nach El Nido.

ATM ist nicht gleich ATM

Am Parkplatz nahe dem Flughafen standen ein paar Vans, in einen stiegen gerade Leute ein.

Ich erkundigte mich beim Fahrer ob er auf dem Weg nach El Nido sei. „Yes“ antwortete er. „How much is it?“ fragte ich. „600 Pesos“. Wir freuten uns, das war ja günstig wenn wir an unsere Taxifahrt in Manila dachten… Aber der Van schien schon ziemlich voll zu sein. Eilig kramte ich in meiner Tasche und zog 1200 Pesos heraus. Der Fahrer schaute nochmal auf sein Auto und auf unser Gepäck und sagte „Ok, 1400 Pesos.“ Zuerst vermutete ich dass der Mann vielleicht nicht so gut im Rechnen ist und wies ihn darauf hin dass 2 mal 600 1200 Pesos seien. „No 700 each“ sagte er und deutete auf unser Gepäck, den monströsen Rucksack meiner Freundin und meinen Hartschalenkoffer.

Sichtlich erbost beratschlagten wir. Er hatte doch zuerst 600 Pesos gesagt… Schließlich beschlossen wir dass 2 Euro die Mühe einer Diskussion mit dem Typ, der ein grantiger Zeitgenosse zu sein schien, nicht wert waren. Verhandeln war wohl auch nicht gerade unsere Stärke. Mittlerweile saßen alle anderen Fahrgäste im Van, allesamt Filipinos, und es gab nur noch einen freien Sitz, den Beifahrersitz. (Dieser Van hatte keinen Doppelsitz vorne wie sie später öfter gesehen habe.)

Aber Mr. Schlechte Laune hatte noch ein Ass im Ärmel. Er klappte, zwischen Fahrer und Beifahrersitz etwas hoch was ein bisschen Ähnlichkeit mit einem Schleudersitz hatte, und bedeutete uns wir sollen einsteigen. Oje, wir schauten uns an, einer musste den Ehrenplatz einnehmen. Ich hatte eine Münze in der Tasche, wir warfen sie und ich gewann. Erleichtert versprach ich meiner finster dreinblickenden Freundin nach halber Strecke mit ihr zu tauschen.

El Nido
El Nido

Eine nette Fahrt nach El Nido auf dem Ehrensitz

Sie war wirklich nicht zu beneiden. Der Sitz war kleiner, kaum gepolstert und die Rückenlehne war viel zu niedrig. Dadurch, aber vor allem durch die erhöhte Position des Sitzes konnte man sich aber sowieso nicht hinten anlehnen, wenn man mit europäischen Maßen ausgestattet war, da man nach vorn gekrümmt sitzen musste. Während wir uns mit unseren Plätzen arrangierten, die Eine mehr, die Andere weniger, rumpelte es auf dem Autodach. Dann ging es auch schon los.

Nach einer Weile fing unser Fahrer an seltsame Geräusche zu machen. Von Zeit zu Zeit gab er tief brummende Laute von sich, als ob er Schmerzen hätte. Beunruhigt über sein körperliches Befinden bei gleichzeitig halsbrecherischem Fahrstil, bot ich ihm über meine Freundin hinweg einen Kaugummi an. Der fördert ja bekanntlich die Konzentration und vielleicht müsste er mit Kaugummi zumindest nicht mehr Brummen. Leider lehnte er ab. Meine Geste gefiel ihm aber anscheinend und er packte seinerseits nun eine Tüte mit lila Keksen aus, die er uns herüber hielt. (Bis heute weiß ich zwar nicht was das für Kekse waren, aber ich habe Gebäck mit dieser speziellen violett/lila Farbe später öfters in einfachen Bäckereien gesehen.)
Dankend nahmen wir zwei denn wir waren wahnsinnig hungrig. Wir waren seit 5 Uhr morgens unterwegs und hatten uns nur mit in Plastik eingeschweißten Tuna Sandwiches über Wasser gehalten.

Auf etwas mehr als halber Strecke stoppten wir an einer Eatery in der Pampa. wir freuten uns auf ein authentisch asiatisches Essen, scharf und mit viel Gemüse. Wir waren damals beide fast-Vegetarier und leider hatte sich schon wieder ein Vergleich mit der Thai Küche in meinem Kopf manifestiert. Auch hatte ich etwas von spanischen Einflüssen gelesen, hm, Paella wäre auch nicht schlecht gewesen.

Essen und Trinken auf den Philippinen

Erster Eindruck vom Essen

Hinter dem Verkaufstresen stand ein Mann der offensichtlich lieber eine Frau geworden wäre und begrüßte uns und die Anderen Fahrgäste überschwänglich. Besonders erinnere ich mich noch, dass er eine Hawaii Blumenkette aus Plastik um den Hals hatte. Seltsam was manchmal hängen bleibt.
Wir ließen uns von ihm/ihr die Gerichte, von denen einige hinter einer Glasvitrine ausgestellt waren, erklären. Als wir bei „Schweinegesicht“ angekommen waren beschlossen wir in stummer Übereinkunft dass wir doch nicht so hungrig waren. (Irgendwann viel später habe ich sogar Balut und ein paar andere Spezialitäten probiert, damals wäre uns das nicht im Traum eingefallen.)
Wir überlegten ob wir Reis pur mit irgendeiner Sauce bestellen könnten, aber das erschien uns irgendwie unhöflich, also deckten wir uns zumindest mit reichlich Wasser ein um unsere Mägen zu füllen.

Die letzte Etappe unserer Fahrt nach El Nido nahm ich auf dem Ehrensitz platz. Das Brummen des Fahrers war mittlerweile zur normalen Geräuschkulisse geworden und die Straßen wurden immer holpriger, was den guten Mann aber nicht im geringsten dazu veranlaßte etwas vom Gas zu gehen. Meine Freundin versuchte drüben im bequemen Sitz ein Nickerchen zu machen woran bei mir in meiner Haltung nicht zu denken war. Also schaute ich mir die Gegend an. Wir fuhren durch viel Dschungel und wenig Dörfer, die Landschaft hatte etwas raues, aber schönes.
während wir uns El Nido näherten fing es plötzlich stark zu regnen an. Ich betete dass wir bald ankommen würden, denn ich hatte nun noch ein anderes Problem als meinen Sitz. Ich musste dringend zur Toilette und es sah nicht so aus als lägen hier noch ein paar Tankstellen am Weg.

Endlich hielten wir an einem Straßenrand, an dem Resorts ausgeschildert waren, und die ersten Fahrgäste stiegen aus. Nach und Nach brachten wir alle Van Insassen zu ihren Hotels vor El Nido Town.
In der Nacht zuvor am Mond hatten wir uns noch etwas über Unterkünfte in El Nido informiert (wenigstens hatten wir WiFi) und ein günstiges Hotel mit dem Namen „Orange Pearl Resort“ war uns ins Auge gestochen. Nach unserem ersten Hotel Reinfall schraubten wir nun nämlich doch unsere Unterkunfts Ansprüche auf Kosten des Backpacker Daseins etwas in Höhe. Aber erstmal wollten wir uns das Resort vor Ort selbst ansehen.
Also sagte ich Mr. Fahrer wir möchten bitte dann am „Orange Pearl Resort“ aussteigen. Er antwortete, freundlich bis zuletzt, am Marktplatz sei Endstation. Kurz darauf kamen wir auch schon an und unser Gepäck wurde vom Dach abgeladen. Gut dass wir während der Fahrt nicht wussten wo es sich befand.

Las Cabanas Beach El Nido
Las Cabanas Beach El Nido

Die schlimmste Toilette meines Lebens

Es regnete immer noch und unser erster Eindruck von El Nido war etwas trist. Ich hatte allerdings immer noch und noch mehr das Problem dass ich dringend zur Toilette musste. Allein, meine Freundin hielt die Stellung und passte auf unsere Sachen auf, machte ich mich auf die Suche und erkundigte mich an einem Marktstand nach einem öffentlichen „Comfort Room“. Tatsächlich gab es Einen seitlich an der Markthalle. Es schwante mir schon dass jetzt nichts Schönes auf mich zukommt trotzdem war ich vom Anblick ziemlich überwältigt. Nie davor und auch nie wieder danach sah ich einen schlimmeren „Comfort Room“ als da in El Nido am Markt. Und ich sah noch Einige.

Wieder zurück erspähten wir im sich lichtenden Regen ein stehendes Tricycle. Drinnen saß ein Mann den wir gleich nach dem „Orange Pearl Resort“ fragten. Er schaute erstmal ratlos. Ich versuchte es mit „Marimegmeg Beach“. „Aah, Las Cabanas?“ Ja, von mir aus auch Las Cabanas, Hauptsache weg hier. Unsere erste Tricycle Fahrt verlief ungewohnt problemlos, nur an einem steilen Wegstück in der Richtung aus der wir auch schon gekommen waren dachte ich der Motor gibt gleich auf und umklammerte vorsichtshalber meinen hinten aufgeladenen Koffer..

Las Cabanas

Wenige Minuten später blieben wir auf einem Mini Parkplatz stehen und der Tricycle zeigte auf einen Trampelpfad durch den Wald. Von hier aus müssten wir zu Fuß weiter. wir stapften also auf dem vom Regen matschigen Waldweg, ich bewaffnet mit meinem Zieh- Koffer, voran. Ich denke es waren vielleicht ein paar 100 Meter dann endete die Vegetation abrupt und wir standen an einem wunderschönen Strand. Den Augenblick werde ich nie vergessen, wir waren pitsch nass und eingeschlammt, aber völlig überwältigt. Der Regen hatte aufgehört und von den der Bucht vorgelagerten Inseln stieg Dampf auf.

Rechts von uns sahen wir nur Strand also gingen wir nach links wo wir ein paar Gebäude ausmachten und schon bald aufs „Orange Pearl Resort“ stießen.
Wir suchten uns eine Doppelhälfte eines Strandbungalows aus, Preise und Zimmer waren okay. Die Lage aber war traumhaft. Nach dem Check in und dem Verstauen unseres Gepäcks besorgten wir uns ein paar Bier im Restaurant und setzten wir uns, so wie wir waren, auf die Veranda. Es war nun kurz vor 6 Uhr abends und genossen einen Sonnenuntergang der uns definitiv für die Strapazen des Tages entschädigte.
Wir lachten viel, jetzt würde das Abenteuer erst richtig beginnen.

Las Cabanas El Nido Sonnenuntergang
Las Cabanas Sonnenuntergang
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El Nido Island Hopping

Meine allererste Philippinenreise – Teil 3: El Nido

Meine allererste Philippinenreise – Teil 3: El Nido

2 ohne Plan auf den Philippinen – Ein Reisebericht

Nach unserem ersten, wunderschönen Sonnenuntergang in El Nido, Palawan, ein paar Bier und je einer Portion Pancit Canton (sollte eines unserer Standard Essen werden die nächsten Wochen) entschieden wir müde früh schlafen zu gehen.Während wir unsere Sachen auspackten, kamen auch unsere neuen Mitbewohner zur Begrüßung unter dem Bett meiner Freundin hervor. Wir hatten zwar bis dahin noch nie welche leibhaftig gesehen, aber kein Zweifel, es waren Kakerlaken.

Meine Freundin, die von uns zwei immer eher die Pragmatikerin war die handelte, während ich mehr redete, reagierte blitzschnell, ergriff den Hexenbesen der neben der Eingangstür stand und katapultierte den Einen dicken Oschi hinaus. Die zweite Kakerlake war noch schneller und verschanzte sich irgendwo. Eine Weile suchten wir nach Nr. 2, dann gaben wir auf und wünschten uns und der Kakerlakenkolonie, die bestimmt unter unseren Betten wohnte, eine gute Nacht und schliefen ein. Natürlich nicht ohne unser Moskitonetz nochmal auf mögliche Schlupflöcher kontrolliert zu haben.

Beide wurden wir ohne Wecker gegen 6 Uhr morgens wach und beschlossen gleich aufzustehen und die Zeit vor dem Frühstück mit einem kleinen Spaziergang am Strand zu nutzen. Am Morgen keine Kakerlake in Sicht.

Wir sahen noch die rosaroten Ausläufer des Sonnenaufgangs und machten uns (mit dem Rücken zum Resort stehend) auf den Weg nach links. Die Gegend war atemberaubend schön in der morgendlichen Stille.

Das Frühstück war in Ordnung mit Ausnahme des brewed coffee der unzumutbar war. Nach der ersten Tasse stiegen wir auf Nescafe Instant Brown & Creamy um und blieben den Rest des Urlaubs dabei.

El Nido Insel

El Nido Town

 

Anschließend machten wir uns auf El Nido Town zu erkunden. Wir empfanden den Ort zwar als schon touristisch, aber auch abenteuerlich und die kleinen Gassen, bunten Farben und schroffen Felsformationen im Hintergrund begeisterten uns. Begeistert waren wir auch vom gegrillten Fisch im Artcafe, Jens Peters‘ Hinweis sei Dank, und ganz besonders vom „Mango Shake“ und „Calamansi Juice“.
Wir buchten auch gleich im Artcafe, überzeugt vom Service, Island Hopping Tour A für den nächsten Tag.

El Nido
El Nido Abenteuer

Gegen Abend fuhren wir zurück zum Orange Pearl Resort, um den Trampelpfad dahin bei Dunkelheit zu vermeiden und um zu schauen ob nicht da in der Nähe abends etwas los war.
Dem war nicht so. Gegen 9 Uhr strandeten wir im Las Cabanas Beach Resort, eine sehr schöne Anlage die wir am Morgen schon gesehen hatten und aßen dort zu Abend. Das Essen selbst war Tip top und das offene Restaurant sehr romantisch, was vielleicht interessant wäre würde man als Paar reisen.

Eine Stunde später waren wir zurück im Bungalow und unsere Kakerlaken- Freunde (wir nannten sie Ernie und Bert; Ernie hatte sich offensichtlich einen neuen Bert gesucht) waren auch wieder da.
Wir stimmten überein dass wir am nächsten Tag nach dem Island Hopping, der malerischen Lage zum Trotz, doch lieber nach El Nido Town umziehen wollten.

El Nido Town
El Nido Town

Island Hopping

Die Island Hopping Tour A war natürlich phänomenal. Ich glaube ich habe zu diesem Zeitpunkt noch nie etwas landschaftlich beeindruckenderes gesehen. Die Organisation war super und an den meisten Stopps war unser Boot bis auf maximal 1 anderes allein. Nach der Tour buchten wir gleich zwei weitere für die nächsten Tage und begannen mit der Suche nach einer neuen Unterkunft, was sich als nicht einfach gestaltete.
Im Orange Pearl Resort hatten wir erstmal für 3 Nächte reserviert, die letzte beschlossen wir sausen zu lassen falls wir etwas passendes in der Stadt fänden.

El Nido Island Hopping
El Nido Island Hopping

Die Hotels, die wir besichtigten, lagen entweder deutlich über unserem Budget oder die Zimmer gefielen uns gar nicht. Ich erinnere mich jetzt speziell an „die grüne Hölle“ mit stickigen und finsteren Zimmern oder Eines das meine Freundin mit „Schlachthaus Atmosphäre“ treffend beschrieb. Schließlich fanden wir aber doch noch unser persönliches Unterkunfts- Juwel.

Die „Garden Peak House Pension“ liegt mitten in El Nido. 3 Gästezimmer sind im 1. Stock der kleinen Pension verfügbar, unten wohnen die Eigentümer.
Unser Zimmer war sauber und hell, der Preis 1500 Pesos pro Nacht inkl. Frühstück bezahlbar. Wir sagten der Inhaberin an der Rezeption, einer nette älteren Dame, sofort zu, und machten uns auf die Socken um unser Gepäck vom Orange Pearl Resort zu holen bevor es dunkel wurde.

Dabei hatten wir die erste und einzige Auseinandersetzung mit einem Tricycle Fahrer. Wir waren die Strecke El Nido- Las Cabanas ja nun schon öfters gefahren und hatten immer ungefähr gleichviel bezahlt. Deswegen haben wir vorher gar nicht mehr nach dem Fahrtpreis gefragt was sich als Fehler herausstellte. Dieser unverschämte Kerl hat für die gleiche Strecke, einfach, nämlich doppelt soviel verlangt und felsenfest darauf beharrt. Nach einiger Diskussion ist meiner Freundin die Hutschnur gerissen. Sie knallte den Betrag den wir sonst meist bezahlt hatten beim Aussteigen auf den Sitz und rief wortwörtlich:“You take this or I call the Police! And you better let repair your car!“ (Sein Trike war in einem erbärmlichen Zustand)
Wir nutzten den Überraschungsmoment und schauten dass wir davon kamen. Ich lachte mich den restlichen Tag kugelig über ihre furchterregende Drohung.

Secret Lagoon El Nido
Secret Lagoon El Nido

Von roten Pferden und roten Hunden..

Den Abend verbrachten wir in einer lauschigen Reggae Bar am Meer mit guter Live Musik und grauenhaften Cocktails. Dafür entdeckten wir dort Red Horse Bier was definitiv ein neues Plus für San Miguel war, und kamen ins Gespräch mit anderen Touristen und Backpackern aus aller Welt.

Die nächsten Tage erlebten wir außerordentlich intensiv. Ein Einziges mal fing es während einer Island Hopping Tour zu regnen an und sogar das war etwas Besonderes, wenn man mitten in einer von Felsen eingeschlossenen, versteckten Lagune fast nicht mehr unterscheiden kann ob der Regen nun von unten oder oben kommt.

Jeden Morgen standen wir um 6 Uhr auf und frühstückten abwechselnd Eier mit süßem Toast und Mango Pancake wobei uns oft die Inhaberin der Pension Gesellschaft leistete. Sie erzählte uns dass sie in jungen Jahren, ihr Sohn war gerade 1 Jahr alt, als OFW nach Qatar gegangen war um Geld zu verdienen. 20 Jahre war sie dort geblieben und zog als Nanny ein anderes Kind groß, anstelle von ihrem eigenen. Dafür konnte sich ihre Familie nach ihrer Rückkehr die Pension leisten. Ich konnte mir so ein Leben nicht im entferntesten vorstellen.
Wir schenkten ihr auch ein paar Euro Münzen für ihre Münzsammlung.

Ich weiß nicht mehr wer uns den Tipp mit dem Nacpan Beach gab aber demjenigen bin ich heute noch dankbar. Unseren letzten vollen Tag in El Nido füllten mir mit einem 40 minütigen Tricycle Trip zu der wahrlich paradiesischen, mit kilometerlangem Strand bedeckten Landzunge aus und aßen dort den besten ganz simpel gegrillt und marinierten Fisch unsres Lebens. (Damals war der Strand menschenleer, leider weiß ich dass er heutzutage schon ein bisschen der touristischen Entwicklung zum Opfer gefallen ist.)

Nacpan Beach Tricycle Tour
Nacpan Beach Tricycle Tour

Beim Auschecken aus unserer Unterkunft bereitete uns die Eigentümerin einen herzlichen Abschied. Besonders meine Freundin hatte bei ihr einen Stein im Brett. Ich vermute ja es lag an ihrer spitzigen Nase von der unsere Wirtin offensichtlich begeistert war („Your nose is so beautiful!“)

15 Minuten zu früh standen wir wieder auf dem Parkplatz vor der Markthalle. Ein verwahrloster Hund dem Teile seines Fells fehlten und der seltsamerweise mit roter Farbe angesprüht war kauerte in unserer Nähe auf dem Boden. Mir tat der Hund furchtbar leid, deswegen ging ich zum nächsten Sari Sari Store der gleichzeitig ein Imbiss Stand war, und kaufte einen Hot Dog mit einer roten Wurst für den roten Hund. Er beäugte meine Gabe zuerst skeptisch, dann stürzte er sich gierig darauf. Ich bemerkte dass mich ein ganzer Bus voll Filipinos anstarrte als käme ich vom Mars.
Später, als ich Straßenkatzen auf Boracay aufpäppelte, habe ich mich an solche Reaktionen gewöhnt und nehme es den Leuten nicht übel. Tiere sind nichts wert in einem Land wo Menschen tagtäglich ums überleben kämpfen.

Im Paradies gibt es viele Schattenseiten.

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Bohol Philippinen Chocolate hills

Meine allererste Philippinen Reise – Teil 4: Bohol

Meine allererste Philippinen Reise – Teil 4: Bohol

Fähren Schreck und tierische Erlebnisse – Ein Reisebericht

 

Honda Bay, Palawan

Wir waren gut 1 Woche auf Palawan gewesen, zuletzt 2 Tage in Puerto Princesa.
Eigentlich hatten wir vor den Underground River noch mitzunehmen, entschieden uns aber spontan um, nämlich für ein Honda Bay Island Hopping.
Wir fuhren die 40 min zur Honda Bay mit dem Trike und legten erst vor Ort unsere Route fürs Island Hopping fest. Es gab eine kleine Enttäuschung als wir hörten dass Snake Island gesperrt war. Also wurden es Cowrie,obligatorisch, luli und Pandan Island.
Cowrie Island war ein absoluter Reinfall. Beim anlegen wird man schon von einer lustigen Kuh Skulptur oder ähnliches begrüßt. Ein Koreaner Magnet eben. Luli Island, eine Insel die jeden Tag bei Flut versinkt, war ganz schön und dann Pandan Island einfach ein Traum mit wunderschönem Strand. Da wir auf einer privaten Tour unterwegs waren, hätte es auch noch die Option auf einen Besuch der noch weiter enfernten Insel Dos Palmas, genannt nach dem Resort darauf, gegeben, was wir aber zeitlich nicht mehr schafften.
Im nach hinein bin ich froh darum, denn damals wusste ich noch nicht dass die einzige Entführung von Touristen die es auf Palawan jemals gegeben hat, auf dieser Insel stattgefunden hatte.
Ein bitterer Beigeschmack bleibt.

Die Horror Fähre nach Bohol

Unser nächstes Ziel von Puerto Princesa aus hieß Bohol. Etwas wehmütig verabschiedeten wir uns von den Llizzards in Puerto Princesa, diese waren uns von allen bisherigen Mitbewohnern die liebsten gewesen.
Wir flogen von Puerto Princesa nach Cebu City und planten von dort mit der Fähre nach Tagbilaran überzusetzen.
Das Taxi vom Flughafen zum Hafen bretterte zu einem alten Madonna Song mit durchgedrücktem Gaspedal durch die, wie mir schien, ziemlich hässliche Gegend und ich bereute augenblicklich erwähnt zu haben dass wir es eilig hätten. Vielleicht war der Taxi Driver auch einfach übermütig weil gerade kein Traffic war.

Der Fahrer ließ mich an einem kleinen Ticket Büro aussteigen, meine Freundin wartete im Auto.
Es war schon früher Abend, bald würde es dunkel werden, und es gab keine große Auswahl an Fähren. Wie üblich hatte ich kein glückliches Händchen bei Entscheidungen.
Die nächsten Fähren waren eine Weesam und eine Super Cat. Ich nahm die günstigere, Weesam. Das war ein Fehler.

Während wir am Pier warteten war es Nacht geworden. Als unsere Fähre schließlich abfahrbereit war, standen eine Handvoll Leute von ihren Sitzen auf. Das hätte uns vielleicht schon stutzig machen sollen.
Beim Anblick der Blech Schaukel bekam ich erstmal einen gelinden Schock. Sofort stürmten Bilder von Fährunglücken auf den Philippinen auf mich ein. Dieses Ding war mehr ein Boot als eine Fähre, komplett verrostet und meines Erachtens nach in katastrophalem Zustand. 2 Sitzbänke gab es nur unter Deck, ich glaube dass oben Fracht geladen war, bin mir aber nicht sicher.

Als Landratte aus dem tiefsten Bayern hatte ich sowieso nicht sehr viel vertrauen in Boote. Dieses hätte ich mir in einem Albtraum nicht besser ausmalen können. Je weiter wir uns vom Hafen entfernten, desto näher kam ich einer Panikattacke. Das hört sich vielleicht übertrieben an, aber ich fühlte mich wirklich elend.
Ich versuchte mich auf die Lichter draussen zu konzentrieren und nicht auf das Schaukeln des Schiffes. Irgendwann gab es keine Lichter mehr draussen, Sterne und Mond waren nicht zu sichtbar, nur noch Dunkelheit. Trotzdem starrte ich zur kleinen Luke hinaus um nicht den verrosteten Laderaum mit uns und den ca. 5 philippinischen Mütterchen zu sehen. Vorsichtshalber zog ich eine vergilbte Schwimmweste an.

Der Alona Beach

Schließlich erreichten wir doch noch heil Tagbilaran. Es gab dort Vans, die auf genügend Kunden warteten um loszufahren. Nachdem es schon spät war und ich fertig mit den Nerven, wählten wir die teurere Variante und ließen uns privat zum Alona Beach auf Panglao Island fahren. An einem größeren Parkplatz eines sehr schönen Resorts bedeutete man uns auszusteigen, aber nicht ohne vorher eine Lobeshymne auf „Little Boracay“ anzustimmen. Bei näherer Betrachtung brauchten wir gar nicht in das Resort vor uns hinein zu gehen, es lag definitiv über unserem Budget von 1500 Pesos pro Nacht.
Also wanderten wir mal wieder den Strand entlang, mein Zieh Koffer war kein angenehmer Begleiter.

Wir landeten bald bei einem Resort, welches tatsächlich ein 1500 Pesos Zimmer für uns hatte. Der Mitarbeiter führte uns durch eine Bungalow Anlage um einen nicht so schönen Swimming Pool herum. Er erzählte uns, vertraulich, der Besitzer des Resorts sei Australier und wollte damit in uns missverständlicher weise anscheinend verwandtschaftliche Gefühle wecken.
Er öffnete die Türe eines Bungalows und alles was ich sah waren weisse Fliesen und eine fette Kakerlake die darüber raste. Nein, danke. Wir fragten ob er noch ein anderes Zimmer habe? Ja, sicher, antwortete er, für uns auch zum spezial Preis!
Der zweite Bungalow mit Veranda schien in Ordnung.
Müde nach dem langen Reisetag packten wir unsere Habseligkeiten aus und waren froh endlich angekommen zu sein. Da konnte man auch über kleine Mängel wie den fehlenden Deckel einer Toiletten Spülung hinweg sehen. Zumindest gab es eine Toiletten Spülung.

Trotz der späten Stunde plagte uns noch ein Problem. Wir hatten einen Bärenhunger, das Restaurant der Anlage hatte aber schon geschlossen. Also machten wir uns auf den Weg den Alona Beach nach etwas essbarem abzusuchen.
Alles was wir auf Anhieb fanden, war eine amerikanische Sports Bar die Burger servierte.
Der Laden war sehr voll, wir waren aber außer den Kellnerinnen die einzigen Frauen drinnen. Die Burger waren ausgesprochen lecker, aber gleich nach dem Essen machten wir uns auf den Rückweg. Wir hatten irgendwie erwartet dass in „Little Boracay“ mehr los sei.

Wieder zurück setzten wir uns noch an den Pool vor unserm Zimmer und rauchten eine Zigarette. Wir saßen direkt gegenüber der Veranda Stufen unseres Bungalows.
Plötzlich war ein rascheln zu hören. Wir sahen eine Ratte, eine leibhaftige, unter unserer Veranda. Ganz toll.
Noch nicht vom ersten Schrecken erholt schreit meine Freundin ca. 20 Sekunden später:“Schau da, hier krabbelt alles!“

Hier krabbelt alles!

Tatsächlich bewegte sich ca. 1,5m vor uns riesiger Krebs oder so am Pool entlang. Ich habe so ein Tier noch nie gesehen, auch nicht später. Der Krebs war Männer Faust groß und hatte eine Art spitziges Schneckenhaus.
Wir ergriffen die Flucht in unser Zimmer.
Nun wollten wir aber ganz sicher schlafen, der Tag war sehr speziell gewesen.
Aber Ruhe war uns noch nicht vergönnt.

Kaum lagen wir im Bett war laut und deutlich ein kratzendes Geräusch von draußen zu hören. Es hörte sich an, als würde ein großes Tier direkt vor unserer Tür scharren.
Wir sahen uns mit vor Schreck geweiteten Augen an. Wir waren uns einig dass wir jetzt Angst hatten. Das Geräusch hielt in unregelmäßigen Abständen an.

Meine Freundin fasste sich ein Herz, nahm meine Hand, und Hand in Hand gingen wir zum Fenster ohne etwas zu sprechen.
Wir schoben den Vorhang weg und sahen hinaus- draußen am Pool vor unserer Tür saß ein Mann und schrubbte und kratzte an den Liegen! Warum auch immer er das mitten in der Nacht tat…

Wir lachten noch richtig viel und schliefen ein mit dem Vorsatz uns am nächsten Morgen so schnell wie möglich eine neue Unterkunft zu suchen.

Genau das taten wir nach dem Frühstück, wir checkten aus der Krabbel Bude aus und begaben uns auf die Suche. Die Resorts beach front schienen uns recht teuer, in der 2. Reihe wurden wir fündig.
Das Flower Garden Resort ist eine schöne Anlage unter Schweizer Leitung und auf jeden Fall eine Empfehlung wert. Wir nahmen ein Haus mit 2 Schlafzimmern weil es uns so gut gefiel und sogar obwohl es über unserem Budget lag.

So weit, so gut. Aber unser Abenteuer auf Bohol hatte gerade erst begonnen und die Insel sollte noch einiges für uns auf Lager haben.

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