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Meine allererste Philippinenreise – Zwei ohne Plan in Manila

Meine allererste Philippinenreise – Teil 1

Zwei ohne Plan in Manila – ein Reisebericht

Wie alles begann, das ist immer so eine Frage… Doch diesmal weiss ich es ganz genau.

Ich könnte es auch eine liebenswerte Katastrophe nennen. Heute kann ich über vieles lachen.
Trotzdem, auch wenn ich es zu diesem Zeitpunkt nie geglaubt hätte, sollte diese Reise mein Leben verändern, über 1 Jahr bin ich danach geblieben, und für den Rest meines Lebens werde ich mit den Philippinen verbunden sein. Schon allein durch meinen Mann und Sohn.

Im Oktober 2012 habe ich zufällig ein YouTube Video über El Nido gesehen und beschlossen dass ich unbedingt dorthin möchte. Kurzerhand meine beste Freundin überredet, haben wir einen Flug für April 2013 nach Manila gebucht. Ich war im Jahr zuvor in Thailand im Urlaub gewesen und habe den Fehler gemacht anzunehmen, die Länder seien irgendwie vergleichbar.
Natürlich haben wir uns dann doch während der Reisevorbereitungen über das Land schlau gemacht. (Malariaprophylaxe besorgt und so weiter.)

Manila Jeepney
Fahrt durch Manila

Wir hatten vor eine Nacht in Manila und den 1. Weiterflug nach Puerto Princesa schon vorher zu buchen und den Rest dann spontan vor Ort. Als Reiseziele hatten wir uns El Nido, Bohol und Siquijor in 4 Wochen ausgesucht.

Manila

In Manila angekommen wartete die erste Herausforderung, hinter der Wand aus Hitze und Luftfeuchtigkeit beim verlassen des Flughafens, am Taxistand auf uns. Sofort wurden wir von allen Seiten angequatscht. Wir mussten tatsächlich hilflos ausgesehen haben denn ich könnte schwören die Taxifahrer hatten bei unserem Anblick Dollarzeichen in den Augen.
Wir entschieden uns schnell für einen sehr zahnlückigen älteren Herrn, der noch schneller unsere Koffer in seinem Auto hatte.
Als ich Alfredo, unserem Fahrer die Adresse von meinem gebuchten Hotel nannte zögerte er. „Maybe not so good“ und schlug uns vor dass er uns andere Hotels zeigt. (Mein gebuchtes Hotel war ein Motel, aber die genaue Bedeutung des Wortes wurde uns erst später bewusst.)
Da ich diejenige von uns beiden Münchner Mädels war die überhaupt schon mal in Asien war, ergriff ich die Initiative.
„Nein, dieses Hotel hat gute Bewertungen bei Agoda (die ich nicht gelesen hatte) und es kostet nur 15 Euro die Nacht. Wir reisen nämlich als Backpacker, aber auf Hostels mit Mehrbettzimmer haben wir keine Lust.“ In Thailand findet man auch annehmbare Hotels für 15 Euro die Nacht… :mauer

Gut, wir haben einen Festpreis von 1500 Pesos für die eher kurze Strecke ausgemacht und waren schon mal erleichtert dass Alfredo uns anscheinend weder ausrauben noch umbringen wollte.
Wegen einer Straßensperre machten wir eine kleine Stadtrundfahrt und hielten vorausschauender Weise noch an einem Money Changer wo natürlich Alfredos Freund/Cousin/Neffe/Schwager arbeitete.

Das „Hotel“

Als wir schließlich unser Hotel erreichten konnte ich kein Hotel sehen. „Wo denn?“ fragte ich und Alfredo deutete auf eine Art Parkhaus mit Tiefgarage.

Während wir den Schock verdauten schrieb unser netter Alfredo noch schnell seine Telefonnummer in meinen Reiseführer. (Den ich nicht so gut gelesen hatte, Jens Peters, ist sehr dick) Falls wir Hilfe bräuchten, denn wir erinnern ihn an seine Töchter, sagte er.
Am nächsten Morgen könne er uns wieder zum Flughafen bringen, 1500 Pesos.
Ok, uns war alles recht, jetzt erst mal rein in den Bunker.

Manila Hotel
Zimmer „Mondlandung“

Im Parkhaus befand sich die „Hotel Lobby“. Die zwei Mitarbeiter an der „Rezeption“ trugen Uniformen wie in einem 60er Jahre Kino. Wir wurden zu unserem Zimmer in der Tiefgarage geleitet und mir kam in dem Sinn dass ich mich für diese Unterkunft entschieden hatte wegen der Motto Zimmer die ich cool fand.

Über einer leeren Parkbucht ging es eine steile Beton Treppe nach oben wo sich seitlich eine Tür befand. Unser Zimmer lag lag genau über dem Parkplatz in der Tiefgarage… in der Tiefgarage.
Wir hatten das Zimmer mit dem Motto „Mondlandung“ erwischt, war irgendwie passend. Es gab sogar ein kleines Fenster mit grandiosem Ausblick auf die gegenüberliegenden Parkbuchten.

Manila Hotel Zimmer
Zimmer mit „Ausblick“

Nachdem der „Hotelboy“ verschwunden war wollten wir die Tür absperren, was leider nicht funktionierte. Wir hatten weder Schlüssel noch Karte und wir sahen keine andere Möglichkeit die Tür zu verriegeln. An der Tür hing aber unter dem Spion ein blau-gelbes Schild mit dem freundlichen Hinweis: „For your security, View first before you open the door.“

Während meine Freundin am Rande eines hysterischen Anfalls war, bin ich zurück zur „Lobby“ getigert und habe unser Problem mit dem Schlüssel geschildert. Ich erhielt die Auskunft man könne die Tür leider nur von aussen absperren. Wie praktisch!

Hotel Manila Tür Spion
„View first before you open the door“

Zurück in unserer Mondlandung Raumkapsel haben wir uns erstmal mit einer halben Schachtel Zigaretten eingeräuchert, für die Nerven.
Tatsächlich, oder vielleicht weil wir so müde vom Flug waren, haben wir danach die Nacht noch ruhig und unbehelligt geschlafen.
Pünktlich am nächsten Morgen kam Alfredo vorgefahren um uns zum Flughafen für unseren Flug nach Puerto Princesa zu bringen.

Die erste Nacht im Paradies hatten wir überstanden!

So macht mans besser:

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