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Besuch in einem Kinderdorf in Cebu

Ein Besuch im Kinderdorf „Children’s Haven“ auf Mactan, Cebu

ein Projekt des Bundesverband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke

Auf der Durchreise nach Bantayan Island, Cebu, im Januar 2018 legten wir auf Mactan Island, Cebu, einen etwas ungewöhnlicheren, aber mehr als eindrucksvollen Zwischenstopp ein.

Die Insel Mactan, die zu Cebu City gehört, ist eine von einem Großstadtbild geprägte Insel mit vielen High End Resorts am „Stadt – Strand“. Der Süden der kleinen Insel aber, wo sich das Children’s Haven Kinderdorf befindet,  liegt fernab von den Touristen Massen und in den Bezirk Cordova verirren sich nur selten Urlauber.

Children's Haven Orphanage Albert Schweitzer Verband

Ein ungewöhnlicher Zwischenstopp

Auf unserer Fahrt dorthin vom Flughafen Cebu-Mactan aus fuhren wir ca. 45 min durch die Stadt, die Häuser wurden immer kleiner und die Straßen immer enger. Das Viertel um das Kinderdorf, dessen eine Seite von einem Fluss begrenzt wird, ist aber durchaus kein schlechtes, sondern ein ganz normaler philippinischer Wohnbezirk.

Schließlich erspähten wir das Eingangstor der „Children’s Haven Orphanage“, einem Projekt des Bundesverbands der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke und lokalen Initiatoren, die es sich seit 1994 zum Ziel gesetzt haben Waisen, verlassenen und emotional und körperlich missbrauchten Kindern einen „sicheren Hafen“ zu bieten.

Cebu Kinderdorf Gebäude

Die Zusammenarbeit kam zustande Mitte der 90er Jahre, nach einem aufeinander Treffen eines ehemaligen Vorstandes des deutschen Verbandes und Mrs. Martiniana D. Mercado, bis heute die gute Seele des Hauses vor Ort, in Cebu. Mrs. Mercado flog daraufhin nach Deutschland um sich ähnliche Einrichtungen wie die, die sie nun zusammen mit der Albert- Schweitzer Philippines Foundation Inc. plante, anzusehen.

Nach einem ersten Aufbau eines Kinderdorfes in Liloan, Cebu, zog die stetig wachsende Gemeinschaft schließlich um nach Cordova, Mactan, wo sie 12000 Hektar für die Errichtung neuer Gebäude von der örtlichen Regierung bekam.

Kinder Gemeinschaft

Ein friedliches und familiäres Umfeld 

Genau hier standen wir nun. Nach einer Begrüßung und dem Vortragen unseres Anliegens uns umsehen zu dürfen und mit der Leitung aus Interesse an den Hintergründen eines solch bewundernswerten Projektes zu sprechen, erfuhren wir, dass Mrs. Mercado leider ausgerechnet an diesem Tag frei hatte, wurden aber sogleich ins Büro zu ihrer Stellvertreterin geführt.

Wie vermutlich viele andere Menschen fragten wir uns, wie so ein Kinderdorf tatsächlich aussieht, wie die Kinder dort leben und ihr Alltag gestaltet ist. Was ihre Perspektiven sind.

Frohe Weihnachten

82 Kinder leben derzeit in der „Children’s Haven Orphange“, nicht nur Waisen, sondern auch Kinder und Jugendliche aus schwierigen Familienverhältnissen, teilweise mit tragischen Vergangenheiten. Die jüngste Bewohnerin stand kurz vor dem 3. Geburtstag, der Älteste, der in der Einrichtung aufgewachsen war, beendete mit 21 gerade das College.

Kinder spielen Ball

Die 6 zu einem Großteil ehrenamtlichen Mitarbeiter geben ihr Bestes den Kindern ein familiäres, stabiles Umfeld mit täglichen Aktivitäten und individueller Interessen Förderung zu ermöglichen. Ein Hauptziel ist vor allem auch eine gute schulische Ausbildung, was auf den Philippinen keine Selbstverständlichkeit ist, um für eine Zukunft nach dem Leben im Kinderdorf zu sorgen. Die Adoptionsrate ist mit ca. 10% relativ gering, aber nachvollziehbar in einem Land in dem die Armuts- und Geburtenzahlen gleichermaßen hoch sind.

Umso wichtiger ist es, sich gerade dort der benachteiligten und verlassenen Kinder anzunehmen, die ansonsten keinerlei Chancen auf ein menschenwürdiges Leben hätten.

School Service Tricycle

Warst du schon mal in Paris?

Viele der ehemaligen Bewohner durchlaufen auch tatsächlich eine erfolgreiche Schullaufbahn, oder werden später in einen soliden Beruf vermittelt.

Nach unserer freundlichen und informativen Unterhaltung mit der stellvertretenden Leiterin, bekamen wir eine exklusive Führung durch das Areal.

spielende Kinder

Dabei konnte man ganz klar erkennen dass auch besonders viel Wert auf die Gemeinschaft gelegt wird, es gibt Bezugspersonen und Freundschaften unter den Kindern werden gefördert. Die Atmosphäre ist locker und frei, es wird Basketball gespielt und aus der dem Gemeinschaftsraum angrenzenden Küche riecht es nach Essen. Einige Kinder kommen neugierig angelaufen, ein ca. 8 jähriges Mädchen fragt mich auf englisch: „Woher kommst du?“ Auf meine Antwort „ich komme aus Deutschland“ nickt sie und sagt ja, das kennt sie. Ob ich auch schon einmal in Paris war, fragt sie mich.

Mädchen auf Rutsche

Unser 3 jähriger Sohn, der auch mit dabei war, fühlte sich sofort wohl und wurde von den Kindern gleich in ein Spiel integriert.

Vor dem Hauptgebäude, in dem sich Büro, Gemeinschaftsraum und Küche befinden, gibt es einen Art zum Teil begrünten Innenhof der auch zum Fahrrad fahren und Ball spielen genutzt wird und eine Ecke mit einem kleinen Spielplatz.

Uns wurde auch berichtet, dass eine Aufstockung des Hauptgebäudes bereits angefangen worden sei, um noch mehr Platz zu schaffen. Unglücklicherweise ist nicht klar im Moment ob das Kinderdorf an Ort und Stelle bleiben kann, da die Regierung genau da wo die Einrichtung steht, eine neue Brücke über den Fluss plant und deshalb die Kinder eventuell umziehen müssen. Deshalb wurde der Bau einer Erweiterung erstmal pausiert. Eine Petition dagegen sei eingereicht.

Ausserdem gibt natürlich die Gebäude in denen die Kinder wohnen und schlafen, im Bungalow Stil gebaut, mit mehreren Zimmern, ein Gebäude für die Jungs und eins für die Mädchen.

Mittagsschlaf

Die Wohnräume sind einfach und sauber, liebevoll mit dem Nötigsten ausgestattet. Ein Zimmer wird immer von mehreren Kindern geteilt. Auch einen kleinen Christbaum gab es.

Da wir am frühen Nachmittag angekommen waren, saßen einige Kids in Gruppen zusammen, andere, vor allem die Kleinen, machten gerade Mittagsschlaf. Manche beäugten uns ein bisschen schüchtern, andere lächelten.

Ich fühlte mich nicht wie ein Eindringling, sondern willkommen.

Zimmer der Mädchen

Ein bleibender Eindruck

Nach ca. 2 Std, die in Gesprächen mit den Mitarbeitern wie im Fluge vergingen, bedankten und verabschiedeten wir uns und verließen das Kinderdorf mit ganz besonderen Eindrücken von der tollen Arbeit der Verantwortlichen vor Ort. Es sollte mehr Plätze wie diese auf der Welt geben denn Kinder suchen sich nicht aus in welchen Umständen sie geboren werden und brauchen unseren besonderen Schutz.

Kinderdorf Cebu

Das „Children’s Haven“ Kinderdorf in Cebu initiiert vom Bundesverband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke ist auf finanzielle Unterstützung durch Spenden und Patenschaften angewiesen.

Es besteht auch die Möglichkeit von einmaligen Spenden, Unterstützung einzelner Kinder für die Kosten einer schulischen Ausbildung und natürlich Adoptionen.

Kinder im Kinderdorf

Alles kommt zu 100 Prozent dort an, wo es ankommen soll, und wenn Sie Interesse haben sich direkt in Cebu persönlich davon zu überzeugen und das Kinderdorf zu besuchen wie wir es getan haben, kann auch dies mit Anmeldung arrangiert werden.

Ausserdem werden auch helfende Hände in Form von freiwilligen Volontären gesucht.

 

Gerne können wir Ihnen hierzu einen Kontakt weiterleiten, oder wenden Sie sich direkt an die Verwaltung vor Ort oder den Bundesverband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke in Deutschland.

Hier gehts zur offiziellen Webseite des Kinderdorfes

Hier gehts zum Bundesverband der Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke e.V.

 

Wer wir sind: 

Wir sind, Elisa, David, Kenny und Billy, ein Teil von 7107 Islands – Entdecke die Philippinen, ein 4 köpfiges deutsch-filipino Team, und immer auf der Suche nach den besten und schönsten Reiserouten durch das Land der über 7000 Inseln.

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